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Gedanken des Europameisters 2017

14.09.2017

 

Gedanken des Europa-Meisters 2017…

Liebe Seglerinnen und Segler,

wir hatten dieses Jahr das Glück auf einem der schönsten Seen Österreichs unsere Euro abzuhalten. Ein durch den Rosenwind perfekt bewindeten Attersee wurde uns netterweise vom UnionYachtClub Attersee zur Verfügung gestellt. Die gesamte Crew des Veranstalters war ohne Fehl und Tadel. Es gab kein Anlass zur Klage. Außer anfänglich das Wetter. Das begrüßte uns ja doch etwas ungehobelt. So saßen wir am Vortag der Regatten für ca. 2h im Clubhaus fest und wurden überzogen mit drei derben Hagelschauern und extremem Starkregen. Das Minifließ direkt an den Wohnmobilen und dem Clubgelände vorbei in den See, mauserte sich so zu einem reißenden Bach. Am nächsten Tag mussten wir dann auch gleich unsere seemännischen Fähigkeiten mit den Folgen dieses Unwetters unter Beweis stellen. Alle 10-20 Meter kam uns ein Ast, Gebüsch oder gar ein kleiner Baumstamm entgegen. Eigentlich fuhren wir einen Riesen-Slalom. Es gab zwar des Öfteren Kollisionen mit diesem Treibgut, aber es kam zu keinen ernsten Schäden.

Es war so ziemlich alles da, was Rang und Namen hatte. Die Flotte der Niederlande war sehr stark vertreten. So auch die Top-Drei der IDM. Leider kamen nicht alle mit den Bedingungen so zurecht, dass sie die Ergebnisse bis zum Schluss ertragen konnten oder wollten. Und so gab es ein kleines Favoriten-Sterben und ehemalige Euro-Cup-Sieger sowie Meister gaben entnervt auf. Dabei war es bei nur einem Streicher von 10 geplanten Rennen bis zuletzt spannend. Einige Neueinsteiger bzw. Test-Fahrer konnten wir auch schon bei der österr. Meisterschaft begrüßen. Florian Raudaschl versuchte sich auf der O-Jolle (AUT 100) und gab entnervt auf. Na ja… Wenn er nicht so viel über das Boot, die Dampfer, das Treibholz, den Wind und die vielen anderen Boote gemeckert hätte, wäre wohl mehr dabei herausgekommen. Martin Lehner (AUT 95), eher auf dem Laser zu Hause absolvierte sein Debüt dagegen mit Bravour. Er hätte es fast unter die ersten 6 geschafft. Auch Sophie-Maria Söllner (GER 1417), eigentlich auf dem 505er zu Hause, kam immer besser zu Recht gegen Ende der Serie. Katharina Schales (AUT 8) mit einer sehr schönen und recht antiken Jolle beendete meist die fast endlose Kette der 75 Boote.

Die Abend-Veranstaltungen waren super organisiert und die inkludierte Verpflegung der Begleitung war sehr angenehm. Dem Wettfahrtleiter und seinem Team an dieser Stelle meinen höchsten Respekt. Der „Internationalen Jury“ für ihre Entscheidung - mein Protest gegen Rolli wegen bewusster Nichteinhaltung unserer KV - ist nicht nachvollziehbar bei den Beweisen.

Weiter geht es hier nur im internen Bereich, bzw ist im internen Bereich der komplette Bericht zu lesen!

 

An die Bootseigener mehrerer „van Eijk“-Schiffe hier noch meine Bitte. Bringt eure Ruderbeschläge am Spiegel in einen KV-konformen Zustand. Eure sehr langen Beschläge bringen die Position des Ruders evtl. zu weit nach achtern. Und das wäre nicht erlaubt. Übrigens sind die meisten dieser Schiffe ausgesprochen schnell. Wer weiß, ob es evtl. auch daran liegt.

 

Ahoi, euer Holzmichel

Donald Lippert, GER-599

 

 
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