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Internationaler Nebelpokal 2017 Bericht vom Dritten

03.10.2017

Nebelpokal 2017 – der Bericht

 

Kaiserwetter und perfekte Organisation – letztere Standard beim Club, ersteres immer ein Glücksfall für den Veranstalter. Es ist immer wieder schade, dass wir nicht so viele bei dieser Regatta sind, ist sie doch eine der ältesten für unsere Klasse und einst von den O-Jollen ins Leben gerufen. Dieses Jahr ging der Nebelpokal des Yachtclubs Berlin Grünau in seine 67. Auflage. Nur 1952 und 1953 musste er ausfallen.

Man schrieb das Jahr 1951: eine Gruppe leistungsstarker Berliner O Jollen Segler, allen voran der Deutsche Meister von 1938 in dieser Klasse, Werner Pohl, und der Berliner O-Jollen-Meister von 1951, 1955 auch Europameister, Jürgen Vogler, hatten die Idee einer Herbstwettfahrt für O Jollen Segler auf dem Müggelsee. Mit der Wahl des Müggelsees als Ort für diese Veranstaltung wollte man zwei am See beheimatete Väter der O Jolle ehren. Reinhard Drewitz, Yachtkonstrukteur aus Berlin Friedrichshagen hatte entscheidenden Anteil am Riss. Einen der beiden Prototypen hatte der Bootsbauer Paul Langner, ebenfalls aus Friedrichshagen, gebaut. Drewitz und Langner lebten, in Seglerkreisen hochgeehrt, 1951 noch. Auch der Prototyp der Olympiajolle "O 1" segelte noch am Müggelsee. Der Terminkalender ließ damals nur eine Veranstaltung nach dem "Absegeln" zu. Dem Hören nach entstand der Name der Regatta so: Als die achtzehn Teilnehmer zum zweiten Rennen ihres Matches starteten, schob sich eine Nebelbank über das Revier, und damit lag die Namensgebung, für die aus der Taufe gehobene Regatta, auf der Hand: Nebelwettfahrt. Nebel war dann tatsächlich in manchen Jahren der Begleiter dieser Regatta, wurde sogar öfter zur Regattabremse. Unter Beibehaltung der O- Jollen wurde die Regatta später auf die olympischen Klassen ausgeweitet und in „Internationaler Nebelpokal“ umbenannt. Einer der treuesten Starter in der damaligen Zeit war der Westberliner „Paule“ Baumgarten (VSaW). Für die diesjährige Regatta hatte der Yacht Club Berlin- Grünau sich wieder etwas einfallen lassen. Durch die Kurslegung kamen sich O- Jollen und Finn-Dinghis nicht in die Quere. Die drei Wettfahrten am Samstag sollten schon über den Sieg entscheiden, denn der Wind am Sonntag war mit null Möglichkeit zum Segeln verbunden. Am Samstag allerdings war Kaiserwetter, was Chrissi am besten nutzte. Er schaute zu wie Donald, ich und Martin Pirner jeweils ein Rennen gewinnen konnten, sah aber genauso, wie jeder von uns auch mindestens einen potentiellen Streichwert einfuhr! Da nicht gestrichen werden konnte, weil wie gesagt, Rasmus am Sonntag nicht mitspielte, waren seine drei Zweiten am Ende die Siegbringer! Donald auf Zwei, ich auf drei – das brachte mir diesen Bericht ein. Alles in allem wieder ein gelungener Event, den der YCBG auf die Beine gestellt hatte.

 

Knut Wahrendorf

 

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